Kerstian Goes UK


Finally...

Off we go to London!

Und in der nächsten Woche ist mein Weich hier, also werde ich anderes zu tun haben als bloggen.

 


 


4.11.10 22:10, kommentieren

Chillaxed...

oder ‚Die Einsamkeit an Sonntagnachmittagen’ (wenn das Copyright nicht schon ziemlich vergeben wäre^^)

Mein Ruhepuls ist grad so gering, dass man meinen könnte der Tod ist nah. Habe einen extrem entspannten Sonntag hinter mir. Und mit ist total bewusst, dass Montag ist. Aber das Gefühl war Sonntag. Auch wenn hier, im Gegensatz zu dem Land des Sauerkrauts und der Lederhosen, kein Feiertag war.

Gestern wurde feste Halloween gefeiert. Dem müsste ich eigentlich einen ganzen Blog widmen… Angefangen bei selbstgebauten Kürbissen, über bissige Vampire bis hin zu Simon, seines Zeichens sehr betrunkener, alteingesessener Bestandteil der Worcesterschen gay-scene, der wohl meinte in Kerstian seine neue Seelenverwandte gefunden zu haben -„Isn’t she gorgeous?! Oh she’s gorgeous!“- Dementsprechend reizüberflutet ging es mir heute Morgen, als ich aus dem Bett viel und mir selbst in aufrechter Position über die Drehung der Erde sehr bewusst war. Akademisch zu nichts zu gebrauchen lies ich meine to-do-Liste Liste sein und widmete mich wichtigeren Dingen. Nämlich Quatsch. Somit verbrachte ich den halben Tag in der Wohnung und es war weder beklemmend noch langweilig. Ich entspannte mit Serien auf dem BBC iPlayer und Einaudischer Musik. Durch die britischen Serien (The Great British Bake Off  ) angeregt verspürte ich plötzlich ein unstillbares Verlangen nach cake und bewegte mich somit eben doch noch in die Öffentlichkeit um eben, diesen käuflich zu erwerben. Der Campus war wie ausgestorben, da viele Studenten die freie Woche nutzen um nach Hause zu fahren. Ja, ich habe eine ganze Woche Urlaub- erstarrt vor Neid. Weiterhin von Einaudischer Musik begleitet machte ich mich also auf den Weg zum co-op und wurde dabei von Mutter Natur überrascht. Leichter Wind spielte mit meinen Haaren als wollte er sagen ‚Hallo. Schön, dass du noch rausgekommen bist.’ und ein Blätter-Regen erwartete mich als ich den Bürgersteig betrat und ich wurde von bunten Herbstboten überschüttet. Sehr fein, die Mutter Natur. Sehr fein, so ein verdrehter ‚Sonntag’.

 

Also, heute einfach mal Weltfrieden.

1.11.10 23:32, kommentieren

Fuck this, Im transferring to Hogwarts

dachte sich Kerstian als ihr England-Leben plötzlich fast nur noch aus

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bestand.

Also setzte sie dich in den Hogwarts Express von First Great Western und fuhr nach Oxford um auf den Spuren Harry bloody Potters zu wandeln. Somit bin ich heute einfach mal durch elitäre Universitäts-Einrichtungen geschlichen (Neid hoch tausend) und habe ein paar der Harry bloody Potter Filmsets besucht. Mein lieber Herr Gesangsverein, großes Tennis diese Stadt. Normalerweise gebe ich nicht allzu viel darauf, wenn Menschen sagen eine Stadt sei besonders sehenswert, doch in diesem Fall muss ich das einfach mal unterschreiben und würde es definitiv weiterempfehlen sich dieses Fleckchen Erde mal zu begucken. Feiner Tag.

Dennoch bereue ich es natürlich nach wie vor nicht, dass Schreiben von Hogwarts ignoriert zu haben und nach Worcester gegangen zu sein.

1 Kommentar 23.10.10 23:24, kommentieren

You're the song that I sing

Als sie sich auf den Weg in die Stadt machte hielt sie kurz inne und atmete tief ein. Die Sonne strahlte vom blauen Himmel hinab auf ihr Gesicht und wärmte langsam ihren ganzen Körper. Ihre Lunge wurde von frischem Sauerstoff geflutet und sie konnte fast fühlen wie er langsam in ihrem Blutkreislauf verteilt wurde und alle Organe erfrischte. Der Duft von frisch gemähtem Rasen und Herbstlaub erfüllte jeden weiteren Schritt den sie tat. Dabei befand sie sich in der perfekten Illusion, dass das magische Datum greifbar nah ist. Aus den Kopfhörern sang es

Tonight

I got you where I want you

Closer, I can tell you anything

You’re the song that I sing

Und sie hüpfte auf die Mauer und folgte ihrem Verlauf tänzelnd. Der Gehweg wurde dem erhabenen Gefühl, welches sie bei dieser Vorstellung durchströmte, nicht gerecht.

Auf der Brücke, welche sie über den Severn führte, breitete sie die Arme aus und strahlte der Sonne entgegen. Ihre Kopfhörer stimmten mit einem

 Let there be

Let there always be

Never-ending light

ein.

Sie grinste jeden Menschen an, der ihre gute Laune nicht verstand und ging weiter um ihre Einkaufe zu erledigen- immer begleitet von einem

You’re the song that I sing

 

4.10.10 22:22, kommentieren

Und es kam der Tag...

... an dem das Internet in ihrem Zimmer funktionierte!  

1 Kommentar 1.10.10 18:37, kommentieren

OH MY GOD - I CANT BELIEVE IT - THIS IS FANTASTIC - THIS IS NOT MY LIFE - I MUST BE DREAMING

Wow. Ich meine wirklich WOW.

Es geht um Musik. "Ohne Musik wäre das Leben nur ein Irrtum" ist eine Aussage, die ich so unterschreiben würde. Das Leben an sich besteht natürlich bei weitem nicht nur aus Musik, dennoch fehlt sie, wenn sie fehlt. Das habe ich in den ersten Worcester-Wochen schon gemerkt. Im Gegensatz zu meinem Alltag in Deutschland fahre ich hier einfach so gut wie nie mit Bus und Bahn. Und das ist eigentlich die Hauptzeit die ich der Musik widme und ich gehe normalerweise keine 3m ohne meinen MP3 Player.

Dennoch, zum eigentlichen Thema: INCREDIBLE.

Vor einer Woche war ich schon ENDLOS begeistert, als ich eine Karte für ein Konzert des wundervollen, atemberaubenden, personifizierten Klavier-Gottes Ludovico Einaudi für Schlappe 10 Lappen ergattern konnte. Auch, wenn ich gerne davon ausgehen möchte, dass ihn die ganze Welt schon kennt, weil er einfach wundervoll ist, hier noch mal ein Bisschen Input für die Unwissenden…

Dieses einmalige Event findet auch noch in London statt und ich denke jeder, der mich ein klein wenig kennt weiß, dass das auf der kerstianischen Hochgefühls-Skala verdammt weit oben ist.

Der Leser wird sich somit auch denken können, dass die Überschrift schon vollkommen passend für meine Stimmung bei besagtem Ticketkauf spricht. ABER es geht noch weiter.

Eben machte ich wieder ein paar kleine Klicks im Internet und schwupps war ich Besitzerin eines weiteren Tickets, das es würdig wäre ohne Wenn und Aber vergoldet zu werden... Jedes Jahr finden im UK die Proms statt. Bei diesen Konzerten geht es nicht nur um klassische Musik (was die Durchschnittskerstian ja schon absprechen würde) sondern vor allem um die Last Night of the Proms. Dieses Konzert findet jährlich zum Abschluss der Promenadenkonzerte in der Royal Albert Hall in London statt und ist ein Event der Spitzenklasse. Die letzte Hälfte der Last Night ist britischen Hymnen, wie ich sie nennen möchte, gewidmet. Evergreens, und zwar nicht der letzten 20 Jahre sondern aus durchaus älteren Zeiten (Patriotismus lebe hoch), werden dann gespielt und vom Publikum vollen Herzens mitgesungen... Dazu gehören Land of Hope and Glory, Rule Britannia!, Jerusalem und, natürlich als gebührender Abschluss, God Save the Queen und Auld Lang Syne. Schon lange möchte Kerstian Teil dieses Spektakels sein und nein, ich habe keine Karte für die Last Night bekommen, da unbezahlbar. Die ist im übrigen auch schon vorbei...^^
ABER: Die Proms Night Spectacular! findet quasi vor meiner Haustür (in Birmingham) statt und bietet ein ähnlich wundervolles Programm wie die Last Night selbst. Für lausige 15 Lappen sollte vielleicht auch noch mal erwähnt werden. Und verdammte Scheiße ICH werde SO mittendrin in diesem Spektakel stehen und dem Land, dass mir so viel bedeutet Ehre erweisen mit einem aus dem Herzen kommenden und lauten LAAAAAAAAND OF HOOOOOOOOOOOPE AND GLOOOOOOOOOOOORY, MOOOOOOOOOTHER OF THE FREEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE

OH MY GOD - I CAN’T BELIEVE IT - THIS IS FANTASTIC - THIS IS NOT MY LIFE - I MUST BE DREAMING - PLEASE DON’T WAKE ME

1 Kommentar 26.9.10 15:40, kommentieren

Britain, Britain, Britain

I’m here!

Nach einer spektakulären Anreise lebe ich nun seit Montag im Worcestershire, UK and it’s quite fun. Wer hätte das gedacht als ich am Montag von dem Securitiy-Menschen, der ein Blick auf meine Boarding Card warf, gefragt wurde was so schlimm an Birmingham sei, da meine tränenübelaufenen Augen mehr sagten als 1000 Worte. Nachdem wir (Annegret, Kommilitonin aus Dortmund & moi) in Birmingham muntere 3 Stunden auf den Bus nach Worcester gewartet hatten tauchte besagtes Verkehrsmittel auf und wir wurden mit einem freundlichen „IS THAT IT?!“ vom Fahrer begrüßt, da die 4 Menschen die nach Worcester wollten in dem großen Reisebus ein wenig verloren aussahen… Besagter Fahrer sorgte dann bei mir für eine Menge Spaß (die anderen schliefen, sonst hätten sie es sicherlich auch genossen), da er einen Fahrstil an den Tag legte, der dem Stofftier am Rückspiegel

 

[myblog verhindert grad gekonnt den Foto-Upload -.-]

 

entsprach an den Tag legte und dabei fröhlichst und in einer höllischen Lautstärke zu Judy Garland Musik einstimmte und beim Glenn Miller Orchestra pfiff als gäbe es kein Morgen.

Nach der Begrüßung an der Uni gab es Wohungsschlüssel und wir stürmten recht schnell das City Centre zum einkaufen.

Seitdem hagelt es nur so Willkommens-Veranstaltungen und organisatorischen Kram. Außerdem sind immer mal wieder Wohnheimpartys mit Australiern, Rumänen, Spaniern, Holländern, Schweden, Kanadiern und US-Amerikanern angesagt. Die City wird auch immer mal wieder unsicher gemacht, ab und an wird auch Obst von der BBC gestohlen.  Alles in allem viiieeelllll zu viel um es einfach mal so runterbloggen zu können, but that’s a good thing I think.

So far, so good I’d say. England’s got me back!

 

2 Kommentare 17.9.10 00:30, kommentieren


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